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Pressemitteilung – Güterbeförderungskapazität während der Rekonstruktion der Hauptstrecke Budapest–Pécs gesichert

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Produktionsvereinbarung von MMV Magyar Magánvasút und Rail Cargo Hungaria unterzeichnet

Budapest, den 21. Dezember 2017 - Der im Februar 2018 beginnende Umbau des ersten Abschnitts zwischen Kelenföld und Érd wird eine große Auswirkung auf den Güterverkehr auf der Strecke Budapest - Pécs haben. Während der über ein Jahr laufenden Rekonstruktion ist der Transportbedarf von mehreren strategischen Großunternehmen und Betrieben in der betroffenen Region zu befriedigen, so bedarf die Streckenvollsperre ernsthafter Vorbereitungen auch seitens der Eisenbahngesellschaften. MÁV hat die entsprechenden alternativen Umleitungen und die Lösungen rechtzeitig erarbeitet, durch die die erforderlichen Streckenkapazitäten für den reibungslosen Güterverkehr gewährleistet werden können. Die ungestörte Grundstoffversorgung und der reibungslose Transport von Fertigprodukten werden auch durch die heute abgeschlossene Produktionskooperationsvereinbarung der Magyar Magánvasút Zrt. und der Rail Cargo Hungaria Zrt.garantiert.

Der Vertrag wurde vom Generaldirektor der Magyar Magánvasút Zrt. (MMV) Dr. Katona László, dem Vorstandsvorsitzenden und CEO der Rail Cargo Hungaria Zrt. (RCH) Dr. Kovács Imre unterzeichnet. An der Veranstaltung zum Vertragsabschluss haben neben Veszprémi László, dem stellvertretenden Generaldirektor für Produktion der MÁV Zrt. auch weitere Vertreter der betroffenen Großunternehmen von volkswirtschaftlich besonderer Wichtigkeit teilgenommen.
Im Interesse der Modernisierung und langfristigen Aufrechterhaltung des entsprechenden Zustands des Streckennetzes werden mehrere Bauprojekte nächstes Jahr gestartet, bzw. fortgesetzt. Darunter hat die auf 13 Monate geplante Rekonstruktion des Abschnitts zwischen Budapest-Kelenföld und Érd auf der Strecke Nr.40a Budapest–Pusztaszabolcs, mit der Ende Februar 2018 angefangen wird, eine besondere Bedeutung. Aufgrund der eigenartigen Trassenführung und der Bodenstruktur können die Bauarbeiten nur unter Vollsperre und mit speziellen Technologien ausgeführt werden. Von der Streckensperre sind nicht nur die Bahnen für die Personen- und Güterbeförderung und die Reisenden, sondern auch die hinsichtlich der Wirtschaft und der Energieversorgung des Landes strategisch bedeutenden Unternehmen südlich von der Hauptstadt betroffen. Neben dem erwarteten wachsenden Bedarf an Grundstoffen ist auch der Versorgungsverkehr der Großbetriebe in der Umgebung von Százhalombatta, Ercsi, Szabadegyháza, Dunaújváros, Dunaföldvár und Paks mit 40-50 Zügen pro Tag zu sichern.

Die vorübergehende Stilllegung des Verkehrs zwischen den Bahnhöfen Kelenföld und Érd-Felső erfordert Vorbereitungen auch seitens der Eisenbahngesellschaften. So hat MÁV mit der Erarbeitung von Lösungen rechtzeitig angefangen, durch die de Güterzugverkehr ununterbrochen aufrecht erhalten bleibt und die nötigen Kapazitäten gesichert werden können. Die Schienengütertransportgesellschaften müssen damit rechnen, dass die Fahrzeiten der Güterzüge länger und die Zugparameter (z.B. Achslast) kleiner, und zur Verkehrsabwicklung zusätzliche Mittel und Arbeitskräfte erfordert werden, wobei die Kosten wachsen. Im Interesse der optimalen Nutzung der bestehenden Streckenkapazitäten haben sich MMV und RCH entschlossen, eine Produktionsvereinbarung abzuschließen.

Beim Vertragsabschluss hat die Vorsitzende von Hungrail Dávid Ilona gesagt: „Die Kollegen von MÁV, RCH und MMV haben in den letzten Monaten gemeinsam an einer Lösung gearbeitet, damit in Hinsicht des Transportvolumens die erforderlichen Alternativen von den vorhandenen Umleitungen während der Streckensperre angeboten werden. Die hiesigen Bahnen, das Ministerium für Nationale Entwicklung und die AG für Nationale Infrastrukturentwicklung (NIF Zrt.) haben im Laufe der Vorbereitungen alles getan, damit die ausreichende Bedienung der strategischen Betriebe technisch und technologisch gewährleistet wird, und die Prozesse im Interesse einer reibungslosen Abwicklung täglich überwacht werden. Durch den Umbau der Strecke wird die zugelassene Achslast erhöht und die Langsamfahrstellen eingestellt, so werden die Schienentransportgesellschaften durch die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn eine bessere Marktposition beziehen können."

Im Interesse der entsprechenden Versorgung der Unternehmen und der Betriebe streben RCH und MMV durch die Erhöhung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten die Milderung der negativen Auswirkungen der Verkehrsbeschränkungen an, so werden die Mitbewerber in den Bereichen Traktion, Wagenprüfung, Verschub und sonstige Leistungen kooperieren.

Generaldirektor der MMV Dr. Katona László hat betont, für alle Eisenbahngesellschaften sei von Bedeutung, dass die Züge nach den Entwicklungen auf einer modernen hochentwickelten Strecke verkehren können. Auch sehr wichtig sei jedoch während den Umbaumaßnahmen die Bedienung der Kunden auf hohem Niveau zu gewährleisten. Auch in der Durchführung spielten die Schienentransportgesellschaften eine wesentliche Rolle. In diesem Interesse wurde die Vereinbarung abgeschlossen, durch die die entsprechende Koordinierung und Nutzung der Kapazitäten und Ressourcen von den zwei bedeutenden Marktteilnehmern angestrebt würde, damit wiederum dem Transportbedarf der Kunden zufriedenstellend entsprochen werden könne.

Vorstandsvorsitzender Dr. Kovács Imre hat hervorgehoben, der Marktführer begrüße die Entwicklung des ungarischen Streckennetzes, da das Niveau und die Sicherheit des Schienengüterverkehrs und dessen Effizienz durch die Umsetzung erhöht würden. Die Verkehrsstörungen seien zwar unangenehme, obgleich aber natürliche vorübergehende Begleiter des grundsätzlich positiven Prozesses. Rail Cargo Hungaria würde alles tun, damit die im Verkehr aufgrund der Beschränkungen entstandenen Nachteile reduziert würden, und die rechtzeitige Qualitätsbedienung ihrer Kunden weiterhin gewährleistet würde. Diese sei auch im Falle des internationalen Transports besonders wichtig, Ungarn nehme ja die die Rolle der Drehscheibe in der Abwicklung des Ost-West- und Nord-Süd-Gütertransports auf Schiene ein. Die internationalen Transporte machten bei der Rail Cargo Hungaria einen Anteil von 80% aller Leistungen aus.

Hintergrundinformationen:
Der Güterzugverkehr kann während der Streckensperre durch die folgenden Technologien des Infrastrukturbetreibers und des Zugverkehrs aufrechterhalten werden. Zwecks Koordinierung der Technologien arbeitet MÁV mit den betroffenen Eisenbahngesellschaften zusammen und bietet Empfehlungen an diese an. Ab September wird mit den Schienentransportgesellschaften und den betroffenen regionalen Spediteuren monatlich abgestimmt.
Im Interesse einer reibungslosen Verkehrsabwicklung wurde eine weitere Dispositionsdienststelle eingerichtet, die aufgrund der von den Kontaktpersonen der Eisenbahngesellschaften und der Betriebe mit einem großen Transportbedarf auf Schiene erhaltenen Informationen die Koordinierung des Güterzugverkehrs zur Aufgabe hat. Und nach dem Beginn der Streckensperre im Februar wird eine operative Leitstelle unter Einbeziehung der Eisenbahngesellschaften bei der Organisierung des Netzbetriebs mitwirken.

Die Durchlassfähigkeit der Strecken Budapest-Székesfehérvár, Pusztaszabolcs-Székesfehérvár und Székesfehérvár-Sárbogárd, das Güterverkehrsaufkommen und das Bereitstehen von weiteren Kapazitäten für das angenommene Wachstum an Transportbedarf wurden von MÁV und der Gesellschaft für Verteilung von Trassenkapazitäten gemeinsam geprüft. Mehrere Gleise wurden von MÁV am Bahnhof Székesfehérvár für das Starten von Zügen bestimmt, die zur Vorbeugung von eventuellen Verkehrsstörungen in Anspruch genommen werden können.

Auf den Strecken Pusztaszabolcs-Székesfehérvár und Székesfehérvár-Sárbogárd werden Instandhaltungsarbeiten bis Ende Februar ausgeführt, damit die vorübergehenden Langsamfahrstellen aufgehoben werden und auch das Betriebspersonal wurde aufgestockt. Zwischen Börgönd und Zichiújfalu wird die Verkehrsordnung durch ein zusätzlich aufgestelltes Blocksignal auf Zugverkehr im Blockabstand umgestellt, wodurch eine höhere Durchlassfähigkeit im Streckenabschnitt erreicht wird. Die Bahnhöfe und die sonstigen Dienststellen auf der als Umleitung in Anspruch zu nehmenden Strecke Komárom-Székesfehérvár werden ununterbrochen besetzt.

Die Züge von und nach den Strecken östlich der Donau (Szob, Hidasnémeti, Záhony, Lőkösháza, Ferencváros) werden über die Umleitung Kelenföld-Székesfehérvár-Pusztaszabolcs, darunter auf dem Abschnitt Székesfehérvár-Pusztaszabolcs mit Diesel-Traktion verkehren. Bei Bedarf wird das Betriebspersonal auf der Strecke Kiskunhalas-Baja-Dombóvár von der MÁV laufend gesichert.

Für die Güterzüge über Gyékényes steht der Leitweg Gyékényes-Kaposvár-Rétszilas-Dunaújváros zur Verfügung, wobei im Abschnitt Rétszilas-Dunaújváros mit Dieselloks traktioniert wird. Für die Güterzüge über Hegyeshalom und Komárom wird der Leitweg Hegyeshalom-Komárom-Székesfehérvár-Pusztaszabolcs vorgeschlagen, wobei die Züge im Abschnitt Székesfehérvár-Pusztaszabolcs mit Dieselloks bespannt werden müssen.